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Studi-Story

Drei kuriose Köstlichkeiten

Rezeptideen für die Semesterferien
Text: 
Lena Arndt
15. Februar 2017

Ihr sucht eine Ausrede, um euch vor der Hausarbeitenflut zu Beginn der Semesterferien zu drücken? Wir haben sogar drei für euch!

Süßes Sushi – Maki Rollen und Nigiri mit Mango und Erdbeere; Himbeer-Minz-Soße als Topping und Schokosoße (Bild: Lena Arndt)

Sushi ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Einst als Konservierungsmethode für Fisch an den Küsten Südost-Asiens entwickelt, gilt es nun schon seit Jahrhunderten als japanisches Nationalgericht. Ob als Maki in ein Noriblatt gerollt oder in Form eines Reisballens, der mit rohem Fisch, Meeresfrüchten oder Ei bestückt ist. Sushi erfreut sich großer Beliebtheit. Auch Rezepte von süßen Reisbällchen kursieren im Netz – sowohl Freude der Ästhetik und visueller Essfreuden-, als auch Süßschnäbel kommen da voll auf ihre Kosten. Und so geht’s: Für das Grundrezept der süßen Sushi benötigt ihr 250 g Milchreis, 400 ml Kokosmilch und 300 ml (Pflanzen-)Milch. Alles zusammen aufkochen lassen, eine Prise Salz hingeben, nach Belieben süßen und mit (frischem) Obst garnieren.

Maki-Sushi: Eine Frischhaltefolie ausbreiten, mit Kokosraspeln bestreuen, den abgekühlten Milchreis darauf verteilen und plattdrücken. Obst in Streifen schneiden und mittig auf der Reisfläche verteilen. Die Folie am unteren Ende anheben und Reis und Obst einrollen.

Nigiri-Sushi: Die Hände mit Wasser befeuchten und den Reis zu einem ovalen Bällchen formen. Das Obst in dünne Scheiben schneiden und jedes Reisbällchen damit belegen.

Himbeer-Minz-Soße: Himbeeren leicht aufkochen und geschnittene Minze hinzugeben.

Schokosoße: ½ EL Kokosöl mit 1 EL Kakaopulver und etwas Wasser glattrühren.

Fruchtgummi-Dreierlei aus Kiwi, Waldbeeren und Orange (Bild: Lena Arndt)

Jeder kennt sie. Es gibt sie in vielen Formen, Farben und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: Fruchtgummis. Vielen wahrscheinlich am besten als Gummibärchen der Bonner Firma Haribo bekannt, stammen sie ursprünglich aus England. 1909 entwickelte Charles Gordon Maynard das Weingummi. Klassisch  gibt es davon fünf verschiedene Formen (Niere, Kreis, Rechteck, Diamant und Krone) und sechs Geschmacksrichtungen. Auf manchen Weingummis stehen Namen diverser Alkoholika wie Sherry, Gin, Port, Rum oder Cognac. Weingummis, die aus Haushaltszucker als Hauptsüßungsmittel bestehen und deshalb härter und zäher erscheinen, enthalten nicht – wie der Name vermuten lässt – Wein. Dafür ursprünglich Weinsäure, die dafür sorgen soll, dass die Süßigkeit länger haltbar ist. Kleiner Funfact am Rande: Das "Lach" in Lachgummi steht scherzhaft als Pendant zum "Wein" in Weingummi. Lachgummi nimmt durch Formen wie Früchte und Blätter, die man zu lustigen Gesichtern zusammensetzen kann, abermals Bezug auf den Namen.

Die Firma Haribo brachte ihre Fruchtgummis in Bärenform 1922 auf den Markt; als Hommage an die Bären, die damals im Zirkus und in Parks auf heiße Platten gestellt wurden und aufgrund der Hitze zu "tanzen" begannen. Deshalb wurden die ersten Gummibärchen Tanzbären genannt. Erst seit den 1960er Jahren gibt es die uns heute bekannten und vielfach beworbenen Goldbären. Im Gegensatz zu Weingummis enthalten Fruchtgummis neben den üblichen Zutaten wie Haushaltszucker, Glukosesirup, Farbstoffen und Aromen einen bedeutenden Anteil an Fruchtsäure beziehungsweise Fruchtsaftkonzentrat. Als Verdickungsmittel wird Gelatine und modifizierte Stärke verwendet. Um mit den Fruchtgummis noch mehr Menschen zu erreichen sowie auch Veganer und Personen, die etwa  aus religiösen Gründen keine Gelatine essen, werden Fruchtgummi-Produkte zunehmend auch mit dem aus Algen bestehenden Geliermittel Agar-Agar hergestellt (mehr dazu in unserer Studi-Story "Alleskönner Alge").

Goldene Milch mit Kurkuma- und Ingwerscheiben sowie Minz-Dekoration (Bild: Lena Arndt)

Vor einem Jahr noch ein Insidergetränk, doch seit ein paar Monaten auch in den vielen Straßencafés erhältlich: goldene Milch. Wer an den kalten Tagen genug von Tee, Kaffee und den anderen üblichen Heißgetränken hat, kann sich goldene Milch ganz einfach selbst zuhause zubereiten und das auch noch nach dem eigenem Geschmack. Bestehend aus Kurkuma, schwarzem Pfeffer und optional Ingwer, Zimt, Vanille und einem Süßungsmittel kreiert man sich garantiert ein neues Geschmackserlebnis. Während Kurkuma in den westlichen Küchen als Gewürz bekannt ist, das geschmacklich wenig überzeugt und hauptsächlich dazu dient, dem Essen eine ansprechende Farbe zu verleihen (beispielsweise in Currymischungen oder im klassisch amerikanischen Tafelsenf), hat die Knolle in asiatischen Ländern wie China und Indien eine lange Tradition. Sie ist fester Bestandteil der ayurvedischen Heilkunst und zählt zu den reinigenden, energiespendenden Gewürzen. Medizinische Studien der letzten Jahrzehnte zeigen, dass der Inhaltsstoff Curcumin  eine entzündungs- und krebshemmende Wirkung hat. Er soll antioxidativ wirken, die Verdauung anregen und das Immunsystem stärken. In den kalten Tagen ein weiteres gutes Argument, das Rezept einmal auszuprobieren.

Lena Arndt studiert an der Universität Stuttgart Germanistik und Politikwissenschaften. Bereits seit vielen Jahren interessiert sie sich für Journalismus und ganz besonders für Medienpolitik. Beim Hochschulradio moderiert sie die Sendung Muluszeit.

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